Alltagsdinge, Alltagsimpressionen
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Unialltag mit Kindern

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Der Unialltag ist wieder da. Mitsamt seinen Prüfungen, Prüfungsvorbereitungen, Abgabeterminen, to-do Listen und Haufen kleinen Dingen, die es irgendwie schaffen durch mein Gehirn zu rutschen, mir spontan wieder einfallen um dann wieder vergessen zu werden. Der Alltag ist auch durch die beiden Mädels voll: Musikschule, schwimmen, Freunde, basteln, Hausaufgaben, Wachstumsschübe, Einkaufslisten, Weihnachten im Schuhkarton, St. Martinstag, Halloween vs Reformationstag usw.

Wie organisiert ihr euren Alltag? Wir versuchen es auf ganz unterschiedliche Art&Weise und ich finde uns ganz effektiv. Jedes Wochenende planen wir die neue Woche. „Wer fährt die Kinder wie und wann wohin“, „wo bist du da“, „wann kommst du heim“, „wer besorgt was…“ Dann sprechen wir jeden Abend nochmal über den kommenden Tag. Und wenn wir das vergessen schreiben wir tagsüber SMS. Zusätzlich gibt es einen Familienplaner der in der Küche hängt. leider kommt der etwas kurz, was das Eintragen der ganzen Termine betrifft, denn wir haben beide zusätzlich einen old-school Terminplaner und unsere kompatiblen Smartphones. Da tragen wir auch in einen Familienkalender alle Termine ein, die uns dann daran erinnern wo der andere gerade ist oder was ansteht. Auch die Einkaufslisten synchronisieren sich auf diese Art und Weise.

Lele hat an der Tür eine Pinnwand mit Stundenplan und einer so genannten Belohnungstafel.WP_20151011_002

Sie muss oder darf tagsüber bestimmte Aufgaben erledigen wie Bett machen, Harfe üben usw. und wenn sie das gut macht (ohne dass ich sie erinnern muss) gibts am Ende der Woche eine Belohnung. Das klappt mal mehr, mal weniger gut aber es ist mir wichtig, dass sie es lernt eigenverantwortlich ein Stück ihres kleinen Lebens zu managen. Davon abgesehen würde ich wahrscheinlich durchdrehen, wenn ich ihr auch noch den ganzen Tag mit ihrer Spange hinterherrennen würde.

Doch trotz des ganzen Alltagsstresses versuchen wir uns Erholung zu gönnen. Auszeiten. Lachen, kuscheln, Buch lesen, Film gucken und einfach auch mal rumhängen am Wochenende. Playmobil und Puppen spielen, zusammen ein Brettspiel machen. Leider kommt das meistens viel zu kurz. Dabei ist das als Familie meines Erachtens mit am Wichtigsten.

Was aber definitiv zu kurz kommt, und dringender Änderung bedarf sind Zeiten, in denen sich die Kinder mal langweilen können. Zeiten, in denen wir auf dem Sofa rumhängen und Zeit haben, noch einen zweiten Disney Film zu schauen. Zeiten, in denen die alten Fotoalben raus gekramt werden und wir dabei gemütlich Tee trinken. Gerald Hüther, einer der renommiertesten Hirnforscher Deutschlands sagt, dass es sogar ungemein wichtig ist für die Kreativität von Kindern sich zu langweilen. Es ist wichtig, dass wir als Eltern unseren eigenen Leistungsdruck nicht aufs Kind übertragen, sondern uns überlegen, was ein glückliches uns lebenswertes Leben ausmacht. Max Frisch, der Schriftsteller sagte mal: „Geist ist die Voraussetzung der Langeweile.“ Und Gerald Hüther ergänzt: „…und Kreativität ihr Ergebnis.“

Wir sollten neben all unseren Terminen und unseren to- do Listen durchaus Leerlauf lassen und Platz um unseren Geist und unsere Seele erholen zu lassen.

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