Alltagsdinge, Nachdenkenswertes
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a new year is about to begin

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Es ist ein neues Jahr. Wir haben cake- Pops gebacken, mit Freunden gefeiert, die Kinder waren begeistert und ausgelassen. Es war ein tolles, gemütliches und fröhliches Beieinander. Warum machen wir das eigentlich so selten?!

Am 1. Januar lag ich dann in der Badewanne. Ich habe versucht die restlichen Konfettikrümel endgültig von mir abzuwaschen. Und während ich in der Wanne lag musste ich an den aktuellen Jahresvers denken, den die evangelischen Kirchen dieses Jahr ausgewählt haben.

„Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ (Die Bibel. Jes 6,13).

Oftmals hatte man das Gefühl letztes Jahr, dass die Welt „nicht ganz bei Trost sei“. Doch wo sollen wir hin, wenn die Unruhe dieser Welt uns durcheinander bringt, wenn wir Trost brauchen und angesichts der weltpolitischen Lage uns die Angst den Rücken hochkriecht?
Heinrich Bedford-Storm, aktueller Landesbischof der evangelischen Kirche in Deutschland, hat am 1.1.2016 eine wunderbare Predigt zu diesem Thema gehalten.

„…Stellen wir uns einmal einen Moment vor, wir würden das in unserem Land wirklich tun! Mit diesem Gott ins Jahr 2016 gehen!
Wir würden unsere Furcht überwinden. Wir würden das ernst nehmen, was wir aus dem Munde der Engel an Weihnachten gesagt bekommen haben: „Fürchtet Euch nicht!“ Wir würden den Terroristen diesen Triumph nicht gönnen, dass sie uns Angst einjagen. Und wir würden weiter unsere Feste feiern und in die Fußballstadien gehen und uns am Leben freuen wohl wissend, dass das Leben endlich ist und Risiken birgt, aber genauso gewiss, dass unser Gott uns behütet und begleitet im Leben und im Sterben und uns nichts trennen kann von seiner Liebe.
Wir würden mit nüchternem Blick auf die Probleme schauen, die mit der Integration vieler Menschen verbunden sind, die als Flüchtlinge hierher kommen, aber wir würden uns davon nicht einschüchtern lassen, sondern anpacken und die Empathie weiter ausstrahlen, die unser Land im letzten Jahr zu einem der berührendsten Orte der Welt gemacht hat.
Wir würden mit einem wachen Blick auf die Menschen schauen die schon lange oder schon immer hier leben, und auch soziale Not erfahren. Wir würden uns zu ihren Anwälten machen und damit sichtbar machen, dass Gerechtigkeit ein Volk erhöht.
Wir würden überall im Land – und immer wieder – schöne Gottesdienste miteinander feiern, uns durch wunderbare Musik wie heute das Herz öffnen lassen, im Gebet alles, was uns beschwert und freut, vor Gott von der Seele reden. Wir würden uns von den biblischen Texten Orientierung geben lassen, in der Gemeinschaft mit Gott und miteinander Kraft schöpfen und am Ende mit dieser Kraft im Herzen und einem Segen im Rücken nach Hause wieder in den Alltag gehen. Wir würden einander vergeben lernen, weil wir wüssten, wie sehr wir selbst auf Vergebung angewiesen sind. Und wir würden endlich dankbar leben können, weil wir wüssten, welches Geschenk jeder Tag aus Gottes Hand ist und wie kostbar er ist.
Wir würden unser Leben in alledem auf Glaube, Hoffnung und Liebe gründen. Und wir würden das niemandem verheimlichen. Wir würden allen sagen und es mit unserer eigenen Existenz ausstrahlen, wie wunderbar es ist, aus dieser Kraft leben zu dürfen.
So, liebe Gemeinde, so wäre das, wenn wir mit diesem Gott ins Jahr 2016 gehen würden! Wenn wir nicht immer nur vom „christlichen Abendland“ reden würden, sondern dieses große Wort „christlich“ wirklich zur Basis unseres Lebens werden ließen!
Warum tun wir es nicht einfach! Lasst Eure Zweifel hinter Euch! Probiert es mit diesem Gott! Lasst ihn zu Eurem täglichen Begleiter werden!
Er sagt uns zu: Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet. Es ist die Melodie, mit der wir heute ins Jahr 2016 gehen und die uns durch dieses ganze Jahr begleiten soll.
Wer getröstet wird, kann selber trösten. Wer genährt wird, kann selber nähren. Wer Segen erfährt, kann selber zum Segen werden…“

 

Das Jahr liegt noch träge vor mir. Nur langsam füllen sich die Seiten des Kalenders. Nicht, weil es keine Termine gibt, sondern weil ich zu faul bin um sie einzutragen. Der Schreibtisch quillt über vor Arbeit (wie immer), die to-do Liste ist wunderbar lang (wie immer), aber ich weigere mich noch, dass alles in Angriff zu nehmen. Viel zu schön waren die letzten 2 Wochen. Familienzeit. Zeit für Bücher, Zeit für Freunde, Zeit für Essen, Zeit um Filme zu schauen…

Ich wünsche euch allen ein frohes, neues Jahr. Segen, Frieden und Trost für die Momente, in denen ihr himmlischen Trost dringend benötigt.

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