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Der erste plastikfreie Laden im Leipziger Süden

IMG_5696IMG_5714(1)Pierre Mischke und Christin Neubert haben in der Südvorstadt, in der Kochstraße 6, direkt hinterm „Burgermeister“ einen kleinen, unverwechselbaren Laden eröffnet: „Einfach unverpackt“. Seit dem 16.3. kann man hier alles ohne Plastikverpackung einkaufen. Nudeln, Müsli, Waschpulver, Getränke, Süßigkeiten, Obst und Gemüse, Zahnbürsten…

Das Ziel: Verpackung und speziell Plastik reduzieren.

„Wir möchten mit unserem Konzept gemeinsam mit unseren Kunden aktiv zum Umweltschutz beitragen. Mit dem Verzicht auf Einwegverpackungen aus Plastik und dem Wiederverwenden von eigenen Behältern wird automatisch weniger Müll produziert. Außerdem können unsere Kunden selbst bestimmen wie viel Sie von einem Produkt kaufen und müssen somit zu Hause keine unnötigen Lebensmittel mehr lagern bzw. werfen bestenfalls auch noch weniger Lebensmittelabfälle weg.“, so Christin Neubert.

Dies ist der erste Unverpackt-Laden in der Leipziger Südvorstadt, der nachhaltige und vorwiegend regionale Waren in loser Form anbietet. Einige Artikel, wie Molkeprodukte und Säfte bieten sie in praktischen Mehrwegflaschen aus Glas an. Christin Neubert und Pierre Mischke ist es wichtig, dass sie ihre Kunden beim Einkaufen beraten können und auch zu jedem Produkt sagen können, wo es herkommt. Sie sehen es als ihre Aufgabe an, den Konsumenten wieder ein Gefühl dafür zu vermitteln, bedarfsgerecht und qualitativ einzukaufen.

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Warum sollte man versuchen, plastikfrei zu leben?

  • Pro Sekunde sind 30 LKWs mit Plastik voll
  • Plastik macht krank (Allergie, Fruchtbarkeitsstörungen, Diabetes, Hyperaktivität)
  • gesunde Plastik gibt es nicht
  • BPA ist inzwischen verboten, BPA-frei heißt aber nicht, dass es Weichmacherfrei ist
  • Aztaldehyd ist leberschädigend und findet man zB. bei PET – Flaschen
  • Melamin wild gelöst durch zB warme Speisen und findet man gern bei Kindergchirr
  • bei Schneidebrettchen wird durch das Schneiden Formaldehyd gelöst

Tipps um Plastik zu vermeiden:

  • Mit Boxen einkaufen gehen (für Fleisch, Käse…). Diese Boxen müssen aber wegen der Lebensmittelhygiene auf dem Tresen stehen bleiben
  • statt Shampoo und Duschgel zu Seife greifen. Die Mikroplastik allein im Starnberger See ist weitaus höher als im Meer. Schuld sind Shampoos und Duschbäder. Es gibt aich richtige Haarseifen.
  • Badreiniger selbst machen mit Spüli, Zitrone, Wasser und Essig
  • wenn man kein Leitungswasser trinken will, kann man sich Glasflaschen auch liefern lassen
  • Tupperdosen auf keinen Fall einfach wegwerfen (dann hat man ja auch nichts gekonnt), sondern lieber zB. für den Transport von Seifen verwenden. Wenn sich in den Tupperdosen aber weiße Flecken abbilden, dann sofort wegwerfen. Das sind die gelösten Weichmacher.
  • immer wenn ein Plastikprodukt nicht mehr funktioniert- durch ein anderes, plastikfreies ersetzen
  • Fenster mit Kernseife putzen
  • mit Kastanien waschen (angesetztes Kastanienwasser nicht länger als 1-s Tage stehen lassen und Waschsoda dazu gebenIMG_5708

 Fotos von J. Weicker

 

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