365 Tage ohne...
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Woche 14 von 56 Wochen #365Tageohne

365 Tage ohne ...(transparent)

Tag 94:

Es passiert nicht viel im aktuellen Projekt. Kleidung wird mir immer unwichtiger. Ist das gut? Kleidung macht ja auch Leute. Und Kleidung sagt aus, wer man ist. Aber inzwischen freue ich mich an bequemer Kleidung und freue mich einfach an mir und ruhe mehr in mir.

Diese Äquivalenz gibt mir zu denken. Inwiefern beurteilen wir Menschen nach ihrem Äußeren wenn wir selbst Modeaffine sind? Wie wichtig ist uns unser eigenes Äußere und wie weit würden wir dafür gehen? Was gibt es für Grenzen? Und wie gehen wir damit um, wenn wir eigentlich nach unseren inneren Werten beurteilt werden wollen?

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Tag 95:

Es ist Frühling. Mein heißgeliebter Rock hat sich gestern aufgetroddelt. Sehr traurig. Er ist auch nicht mehr zu retten.

Tag 96:

Ich hab Strümpfe gekauft. Nichts Besonderes, aber trotzdem toll wenn man ein paar neue Strümpfe anziehen kann

Tag 97:

Oh, die family hat über mich berichtet… ich freu mich sehr! Ihr könnt das hier nachlesen!

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Tag 98:

Ich bin heute über einen wunderbaren Artikel gestolpert… wie fair ist Kleidung eigentlich wirklich, worauf muss ich achten? Wann werde ich als Kunde hinters Licht geführt? Den kompletten Artikel findet ihr hier. Kurz zusammengefasst ein paar der Punkte des Artikels. Es lohnt sich, ihn komplett zu lesen, wenn es euch interessiert. Danke an Julia, für deine Recherche

„vegan“

Eine Tasche aus PVC ist frei von tierischen Bestandteilen. Dem Umweltschutz muss damit aber nicht gedient sein. Ob die Tasche unter für Menschen fairen Bedingungen produziert wurde, geht aus diesem Produktversprechen nicht hervor.

„Unsere Produkte tragen das Siegel…“

Handelt es sich bei dem kreisrunden Motiv auf der Produktverpackung tatsächlich um ein offizielles Siegel? Nach welchen Normen oder Richtlinien wurde zertifiziert? Wurde das Produkt, dessen Rohstoffbasis oder der Produktionsprozess bewertet? Häufig decken Zertifizierungen nur einen Teil der Wertschöpfungskette ab.

„bio“

Bio-was? Biobasiert? Aus Rohstoffen aus ökologischem Anbau? Hier kann ein meilenweiter Unterschied bestehen,

„umweltschonend und -freundlich“

Worte wie diese erregen die Aufmerksamkeit von bewusst Kaufenden. Ohne nähere Erläuterung und Belege bleiben sie jedoch schwammig und lassen einen großen Raum für Interpretation.

„fair produziert“

Für die Produktionsbedingungen gilt die selbe Frage, wie für Umweltclaims: Gibt es unabhängige Zertifizierungen oder Audits?

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Tag 99:

Ich habe heute Sandalen gekauft. Und einen neuen Rock. Beides nicht fair trade. Weiß nicht genau wie ich das finde. Ist es so schwer aus seinen Normen auszubrechen? Den Rock hat mir mein lieber Mann geschenkt. Als Ersatz für den kaputten von Tag 95.

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Tag 100:

Diese Woche möchte ich mit einem wunderbaren Satz DER Designerin Vivienne Westwood schließen „Buy less, choose well, make it last!“,  damit definiert sie Slowfashion perfekt.

 

Weitere Links über fairfashion/secondhand:

Instagram: fairfashionootd

Facebook: www.facebook.com/fairwearfoundation

Die besten SecondHand Onlinestores: hier

2 Kommentare

  1. Kleider machen Leute. Kleider können in die Irre führen. Kleidung kann Uniform, Tarnung, Verkleidung sein. Oder einfach authentisch. Man kann sich damit verschönern oder auch verschandeln. Die Kunst ist es seinen Style zu finden. Was passt optimal zu meiner Figur und meinem Lebensgefühl. Was ist mir bequem. Das ändert sich auch im Laufe des Lebens. Kleidungsstücke die ich mit 18 Jahren toll und bequem fand, sind mir heute unbequem und sähen komisch aus. Wenn man aber ein Gefühl dafür hat, was wirklich zu einem passt, dann kommt man mit dem Vivian Westwood Zitat immer gut durchs Leben und sieht immer gut aus.
    Ich finde man tut sich keinen Gefallen, wenn man den Modetrends hinterher jagt. Früher habe ich hin und wieder etwas gekauft, weil es gerade Trend war und ich es sehr schön fand. Ich hatte es aber am Ende nie an, weil er mir einfach nicht stand. Ich fühlte mich nicht wohl.
    Und die faire Kleidung, die auch noch bio und vegan oder sonst was sein soll. Das ist ist wirklich schwierig. Um diesem Wahnsinn etwas Einhalt zu gebieten, kann man wirklich nur weniger und bewusst einkaufen und viel Second Hand oder auf Tauschbörsen oder alte Kleidung pimpen.

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    • Ich glaube mir ging es auch nicht um bloße Trends die man nur kauft, weil sie eben „trendy“ sind. Da steh ich inzwischen drüber. Ich habe früher viele Fehlkäufe gemacht und kann inzwischen sehen was mir steht und was nicht. Trotzdem kann ausprobieren Spaß machen. Neues wagen und wieder verwerfen, gewagte Kombinationen ausprobieren und merken oder fallen lassen… Das Spiel mit Mode, mit Kleidung, mit Stil… ist ein Schönes. Aber man muss aufpassen, dass man weder denjenigen ausgrenzt oder bewertet, der darauf keine Lust hat und gleichzeitig so sorgsam einkauft, dass Schwächere nicht darunter leiden müssen.
      Ich drück dich lieb 🙂

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