365 Tage ohne...
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Woche 15 von 56 Wochen #365Tageohne

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Tag 103:

Na toll. Die selbstgenähten Strümpfe von Tag 92 sind wieder aufgegangen. Werde ich wohl doch Strümpfe kaufen müssen. War irgendwie vertane Zeit.

Tag 104:

Kleider machen Leute. Aber sollte man nicht dahinter blicken? Bloß weil jemand keinen guten Stil hat oder wenig Geld, heißt das nicht, dass er weniger wert ist.

Vor einigen Wochen habe ich mich mit einem Freund über Secondhand Kleidung unterhalten. Ich habe früher viel Secondhand gekauft. Vor allem für unsere Kinder. Gleichzeitig war ich froh, als unsere große Tochter so groß war, dass es in ihrer Größe kaum noch abgetragene Kleidung gibt und wir die neu kaufen müssen können. Trotzdem liegt der Wert nicht in der Kleidung. Wie kann ich das meinen Kindern beibringen? Kleidung kann so viel Freude machen, sie kann ein Hobby sein, eine Leidenschaft. Gleichzeitig ist es wichtig, sich dem Modediktat nicht zu unterwerfen. Dass ich nur etwas haben muss „weil es ja eben jetzt modern ist“. Auch müssen wir aufpassen, dass wir andere Menschen nicht dem Modediktat unterwerfen und sie nicht verurteilen (und sei es nur gedanklich á lá „wie sieht das denn aus?“), bloß weil sie keine Lust auf Mode haben oder ihren ganz eigenen Stil gefunden haben. Verurteilen sollte ich auch die Menschen nicht, die keine Lust auf fair trade Kleidung haben oder noch gar nicht wissen, dass es fair trade Kleidung gibt. Als fast fashion Liebhaber sollte ich widerum die Menschen leben lassen, die viel Geld für Kleidung ausgeben möchten.

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Tag 105.

Was ist Kaufsucht? Bin ich kaufsüchtig? Wenn aus der Leidenschaft eine Sucht wird, wird es problematisch. Hier findet ihr ein paar Fragen, die ihr euch stellen könnt um herauszufinden, wie weit es bei euch schon gekommen ist: hier gehts zum Fragebogen.

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Tag 107:

Meine liebe Freundin hat mir heute ein Erbstück vermacht: Eine wunderschöne alte Schulledertasche. Bestimmt 45 Jahre alt. Ich freue mich wie verrückt. Habe schon ewig nach so etwas gesucht. Wunder-, wunderschön.

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Tag 108:
Die Joyce hat über mein Projekt berichtet! Ich freue mich wirklich sehr. Danke für all die Anteilnahme an mir, an meinem Nicht-Kaufen.. an all die Unterstützung und Liebe. Danke fürs Lesen und Mittragen.

365 Tage ohne

9 Kommentare

  1. ein Jahr lang keine neue Kleidung , das ist nichts besonderes . Es gibt Menschen die den Großteil ihres Lebens abgetragene Kleidung auftragen müssen weil sie sich nichts neues, modernes, leisten können.

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    • Das ist wahr. Aber es gibt auch viele Tausende Menschen die im Überfluss leben. Für mich ist es schwer. Für manch andere vielleicht auch. Ich habe auch schon am Existenzminimum gelebt, es ist also nicht so, dass ich nicht verstehen kann wie sich das anfühlt.

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      • ach , ich hab da jahrelange Übung drin … wir sind auch nicht mit Reichtümern gesegnet also blieb gar keine andere Wahl als getragenes zu tragen …. nicht missverstehen , das war nicht als Kritik gemeint 🙂

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  2. Hella sagt

    Ich finde das Projekt wirklich toll. Hier in Deutschland lebt der Großteil der Bevölkerung in ziemlich guten Verhältnissen – einige vielleicht sogar schon im Überfluss. Durch Werbung im Fensehen, Radio oder auch im Internet (Blogs, Facebook, instagram, etc) wird uns vermittelt, dass wir immer das Neueste haben müssen, um gut und up-to-date zu sein. Ich selber würde es wahrscheinlich nicht ein ganzes Jahr aushalten nichts Neues zu kaufen, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Ziel. Super Idee. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.
    LG Hella

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  3. Finde das eine super Sache… ist wie Fasten aber eben anders…..Habe letztes Jahr in der Fastenzeit bewusst keine Kleider gekauft, war sehr befreiend. Ich selber bin auch immer am Kämpfen nicht zu viele Kleider zu kaufen, wenn ich in der Stadt in der Mittagspause Zeit habe bin ich schnell in meinem Lieblingsladen und für die Verkäuferinnen schon eine vertraute Kundin, was mir manchmal peinlich ist. Finde es interessant mit Glaubensgeschwistern über dieses Thema zu schreiben, es ist auch tröstlich, dass es anderen gleich geht. Habe angefangen, meine ausgemisteten, noch neuwertigen Kleider in ein Secondhandladen zu geben oder auch Glaubensgeschwistern in der Gemeinde, die einen ähnlichen Geschmack haben und die Kleider auch gut gebrauchen können… so ist die Freude doppelt, wenn ich mit anderen teile. Bin auf jeden Fall gespannt wie du dieses Jahr durchhältst. Gott wird dich sicher reich segnen und vielfältiger Weise.
    LG Karin

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