Alltagsdinge
Kommentar 1

Sommerzeit.

Es ist Sommer.

Sommerzeit.

 

Ich mag eigentlich keinen Sommer. Schon gar nicht Großtadtsommer. Ich mag Dorfsommer. Obwohl ich ein echtes Stadtmädchen bin.

Als Kind bin ich immer mit unseren Eltern in unseren Schrebergarten gefahren. 50min weg aus der Großstadt. Dort gab es ein Waldschwimmbad, Beeren, Apfelbäume- und Kirschbäume, Schrammen und Abenteuer. Stundenlang bin ich mit meiner Cousine durch die Felder gestreift, hab mich vor Kühen erschreckt und mir an Elektrozäunen Stromschläge geholt. Kurz nach der Wende gab es im Garten noch nicht mal einen Wasseranschluss. Also gehörte zu meinem Sommer ein Plumpsklo und das Fahren mit einem Bollerwagen zur nächsten Wsserstation ebenso dazu, wie der sommerliche Mittagsschlaf auf der Wiese und das Zähneputzen an der Regentonne. Das sind wundervolle Erinnerungen die ich meinen Kindern so gar nicht mehr geben kann.

Gefühlt ist unsere Welt zu gefährlich geworden. Meine Große weiß gar nicht mehr wie es sich anfühlt irgendwo allein herumzustromern und Abenteuer zu erleben. Selbst wenn ich sie dazu auffordere bleibt sie lieber bei mir auf der Decke sitzen.

Ich versuche den Großtadtsommer aufzuweichen, indem wir in den Park gehen, auf Decken sitzen, im See baden und oft im Freibad sind. Der Großstadtsommer ist heiß, heißer, am heißesten. Der Asphalt brennt und auf der Dachterrasse kann man nicht sitzen weil man das Gefühl hat zu verbrennen. Die Kinder können also auch nur selten auf unserer Terrasse baden oder im Sand spielen.

Der Großstadtsommer brennt, der Müll stinkt und man sucht überall ein kaltes Plätzchen. Nachts ist es zu schwül um einschlafen zu können und man versucht mit Ventilatoren und eisgekühltem Nachtzeug ein wenig Abkühlung zu finden (ja, man kann Nachtzeug in den Gefrierschrank legenJ)

Viel lieber erinnere ich mich an meine unzähligen Sommer in Skandinavien. Kühle Winde, Regen, Salzhaare von der dänischen Nordsee, Boot fahren auf einem schwedischen See, heiße Tage aber viel Natur. Viel Schatten, wenig drückende Hitze. Mücken, ja. Dafür aber auch braune Haut, röhrende Elche und warmes Wasser.

Ihr Lieben, ich werde weiter versuchen dem Großstadtsommer etwas abzugewinnen und mich an den schönen Seiten erfreuen: Biergärten, Sandalen, selbstgemachte Limo im Lieblingscafé, draußen sitzen, Eis essen, lange Sonnentage und vor allem: Morgens ist es hell!!

Ansonsten bleibt mir nur die Wahl auszuwandern oder den Sommer im alten Schrebergarten meiner Eltern zu verbringen.

Was liebt ihr am Sommer? Was ist eure schönste Sommererinnerung?

Sommer in der Stadt.

 

 

 

 

1 Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s