Allgemein, Nachdenkenswertes
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Social media Neid oder wieso ist mein Leben nicht so perfekt wie deins?

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Social media ist etwas ganz Wertvolles, es verbindet, es vernetzt und schenkt uns Einblicke von allen Teilen dieser Welt.

Aber social media hat auch einen kleinen, hässlichen Begleiter: Neid. Und Neid frisst uns selbst auf, macht uns bitter und schafft, dass wir unser eigenes, schönes Leben nicht mehr erkennen können. Wir vergleichen uns. Zum Thema Vergleich habe ich schon mal etwas veröffentlicht. Neid fängt bei uns selbst an. Warum bin ich neidisch? Was stimmt in meinem Leben nicht, dass ich neidisch darauf bin wie andere leben? Warum kann ich nicht mehr bei mir und auf mein Leben schauen, statt laufend über „Nachbars Zaun“ zu blicken?

Auf social media Kanälen wirkt das Leben von Müttern ungemein perfekt. Perfekte Wohnung, perfektes Essen, perfekte Frisur… ich möchte euch sagen: Es ist natürlich inszeniert! Man steckt sehr viel Zeit in diese Fotos und das ist Teil des Bloggerjobs. Bei meinem letzten professionellen Fotoshooting für eine Zeitschrift wurde sogar Spielzeug der Kinder ausgekippt und so drapiert, dass es perfekt unperfekt aussah. Das Thema war nämlich „Unperfektion“. Was für eine Farce.

Wir müssen uns darauf besinnen, dass unser Leben mit Kindern oder auch ohne Kinder, nicht perfekt sein kann und niemals sein wird. Wir leben in einer gefallenen Welt, in einer unperfekten Welt. Niemals kann es perfekt sein, niemals werden wir ein Leben wie im Möbelhaus führen. Wir müssen anfangen, die kleinen, wertvollen Momente zu schätzen. Es geht nicht um materielle Dinge, die wir unbedingt brauchen, damit es bei uns so aussieht wie bei Instagram oder dass irgendjemand uns beneidet darum, wie toll es bei uns ist. Es geht nicht um perfekt drapiertes Essen, sondern um die Gemeinschaft, die wir um den Esstisch herum leben. Es geht nicht um perfekte Kleidung, sondern darum, dass wir uns selbst lieben. Genauso unperfekt wie wir sind.

Elischeba hat einen wunderschönen Beitrag darüber geschrieben, wie wir das Leben mit Kleinkindern besser genießen können. Nämlich, indem wir aufhören, perfekt sein zu wollen.

Auf dem Blog Sham of the perfectSham of the perfect, bemüht man sich darum, wahres Leben ohne viele Filter darzustellen.

Und richtig ins Leben spricht mein Lieblingsblog smoorbaers von Veronika Smoor.

 

Ich habe auf jeden Fall keine Lust darauf, dass ihr meint, dass wir besser leben würden als ihr, dass wir Dinge besitzen, die ihr unbedingt haben müsst, damit ihr genauso toll leben könnt wie wir. ich möchte, dass ihr euch in meinen Texten wiederfindet, dass sie euren Alltag beleben, euch glücklich stimmen, nachdenklich oder zustimmend. Ich möchte euch anstecken, dass ihr euren Alltag dankbar betrachtet und all die vielen wundervollen, nichtkommerziellen Dinge liebt und darüber glücklich seid.

In diesem Sinne, habt eine wunderschöne, friedliche, glückliche und perfekt unperfekte Woche.

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*Fotos von Frauke Thielking

3 Kommentare

  1. Ich frage mich auch immer, warum manche Blogger so toll aufgeräumte Wohnungen haben, so dass sie so toll, farblich stimmige Fotos ihres neuen Interieurs posten können.
    Wenn ich mal auf dem Sektor DIY betätigen sollte, wüsste ich gar nicht, wo ich eine freie saubere Wand hätte, vor der ich meine gebastelten Objekte fotografieren könnte.
    LG
    Sabienes

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  2. Du sprichst mir aus der Seele! Wenn man so herumschaut auf Social Media (aber auch im Fernsehen) dann könnte einem echt manchmal der Neid fressen und sich die Frage aufdrängen „Verd*, wie machen die das?“ Natürlich ist mir bewusst, dass da auch viel inszeniert ist. Und auch wenn man kein kleines Kind mehr hat (meine Tochter ist schon erwachsen) geht es einem genauso. Ich ertappe mich immer wieder dabei, auf diese schöne heile Welt hereinzufallen.

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  3. Ohhh ja, das frage ich mich oft… gefühlte 10 mal im Jahr im Urlaub und sonst Dolce Vita… das kann ja nicht stimmen, dennoch fängt man ab und an das Zweifeln an.

    Danke dafür

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