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Stillen – nur was für Genießer?! Plus Rezept für einen leckeren Stillkuchen

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Die kleine Frida ist nun seit 2 Wochen in unserem Leben. Wir sind alle sehr verliebt und leben uns ganz langsam ein. Ich verbringe Stunden damit, sie anzustarren. Ich rieche permanent an ihrem Hals diesen süßen, weichen Babygeruch und möchte gern die Zeit anhalten. Ich weiß jetzt, wie schnell sie groß werden und wie schnell die Zeit verrennt und ich bin jetzt schon wehmütig bei dem Gedanken daran, dass ich dieses kleinen Würmchen bald mit dicken Pausbacken sehen werde. Und daran ist die viele gute Milch schuld, die ich hier im Überschuss produziere. Milch, Milch und nochmals Milch. Sie ist einfach überall und sie spritzt und tropft. Mehrmals täglich brauche ich neue Mullwindeln, die ich dann klitschnass in die Waschmaschine stecke. Überall sind Spritzer auf dem Parkett und die Nacht überstehen wir nur mit Handtüchern. Es ist zu viel des Guten. Und gleichzeitig möchte man sich nicht beschweren, denn ich KANN stillen. Ohne Probleme. Es läuft und ich könnte noch 2 weitere Kinder mit versorgen. Das ist nicht bei jedem so. Auf der anderen Seite spricht auch irgendwie niemand über schmerzende Milcheinschüsse, Brüste, die sich wie Stein anfühlen. Schluckende, sich verschluckende und hustende Kinder. Schmerzen. Blutige Brustwarzen, Milchstau und Probleme beim Schlafen. (Wie soll man auf diesen Brüsten schlafen??)

Auch bei mir hat es nicht gleich so reibungslos funktioniert. Bei unserer ersten Tochter, Lele, war ich komplett überfordert von der Milchmenge und habe dann leider permanent die Brüste ausgestrichen. Was ich damals nicht wusste, war, dass ich dadurch natürlich noch mehr produziere. Es war ein Teufelskreislauf. Nach 3 eher qualvollen Monaten gab ich auf. Stillen war für mich alles andere als entspannend. Zu dem ganzen Milchüberfluss kam noch eine große Scham hinzu, in der Öffentlichkeit zu stillen. Ich musste also genau überlegen, wann ich mal für 2 Stunden ins Café gehen konnte. Auch dieses Gefühl, immer den Raum verlassen zu müssen während es gerade lustig wurde, nervte mich damals extrem. Die Lösung kam für uns damals mit der Flasche und rettete mich. Bis heute allerdings habe ich ein schlechtes Gewissen. Vor allem seit ich durch die kleine Merlind weiß, wie wunderschön stillen sein kann. Durch eine gute Hebamme hatte ich bei Merlind nach 1 Woche den Dreh raus. Ich war ruhiger, friedlicher und vor allem viel entspannter. Ich musste nicht mehr weggehen wenn ich stillen wollte, denn Merlind und ich waren ein eingespieltes Team. Auch der Milchfluss regulierte sich nach 4 Wochen von allein. Ich fing an, zu genießen. Wie praktisch stillen doch war!

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Und nun habe ich wieder ein kleines Mädchen eingekuschelt bei mir liegen. Und wieder weiß ich, dass Stillen das Beste ist, was ich meinen Kindern mitgeben kann. Und gleichzeitig weiß ich, wie viel Leid es mit sich bringt, wenn es eben nicht klappen will. Leid, weil man weiß, dass es eigentlich das Beste wäre und es aus verschiedenen Gründen nicht klappen will oder man es einfach nicht geben kann. Stillen muss meiner Meinung nach Freude machen. Es müssen sich alle gut fühlen dabei und diese Innigkeit genießen können. In dieser Schwangerschaft habe ich mir sogar extra ein paar Stilloberteile besorgt. Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal so super finden werde. Ein absoluter Gewinn, dass es so etwas gibt. Das Stilloberteil auf den Bildern ist zum Beispiel von babywalz und wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Wer noch mehr Stillprodukte anschauen will, sollte sich mal reinklicken.

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Dieses Mal kam ich nach der Geburt in den Genuss eines Stillkuchens, gebacken von meiner lieben Freundin. Ein Stillkuchen ist es deshalb, da er ohne blähendes Backpulver gebacken wird, dafür mit viel Energie durch Zucker und Vitamine und gleichzeitig noch milch fördernd durch Zimt.

Rezept Stillkuchen

Zutaten:

400g Karotten

Saft und Schale einer Biozitrone

190g Rohrzucker

1 Vanillezucker

400g Mehl

150ml Öl

1 TL Zimt

 

Anleitung:

Simpel, da einfach alles zusammen schütten und 50min bei 180 Grad backen.

 

 

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