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Woche 56 von 56 von #365tageohne

  Ihr Lieben,   mein Experiment ist seit 3 Tagen vorbei. Und ich habe es verpasst. Ich habe auch lange gar nicht mehr darüber geschrieben. Warum? Es ist Normalität geworden. Ich habe angefangen, im „Danach“ zu leben. Ich brauchte ein paar Schwangerschaftsteile. Nichts von den normalen Klamotten passte mehr und die Kleider von den früheren Schwangerschaften waren entweder unbrauchbar, kaputt oder  oder passten nicht mehr. Ich habe also ein paar Kleidungsstücke gekauft. Nicht jedoch billig und nichts, was ich nur 2 Monate tragen kann. Ich habe versucht darauf zu achten, dass mir die Kleidungsstücke richtig gut gefallen, die Qualität hochwertig ist und ich sie vielleicht sogar ohne Babybauch tragen kann. So schnell ist der nach der dritten Schwangerschaft eh nicht weg. Ich bin gespannt ob dieses Gedanken- und Shoppingsystem Bestand hat und sich bewährt. Ich war nicht im Sale, ich laufe an allen Geschäften und auch an Onlineshops vorbei und es interessiert mich nicht. Nicht mehr. Es ist unwichtig geworden. Natürlich sehe ich schöne Dinge, nehme Mode wahr. Doch ich habe Begeisterung daran gefunden, nichts …

Woche 46 von #365tageohne

252: Ich würde sagen: Die meiste Zeit der 250 Tage ist mein Interesse an Mode eher abgeflaut. Ich habe nicht mehr meine Handtaschen passend zu den Schuhen getragen, habe wenig kombiniert, sondern eher immer wieder dasselbe angezogen. Das hätte ich gar nicht erwartet, aber es war eine gute Erfahrung. Weder hat es mich gestört, noch ist es jemandem aufgefallen. Jetzt aber ist es an der Zeit wieder in den Schrank zu schauen, zu stöbern, zu experimentieren… Ich habe weniger Lust auf immer wieder dieselben Sachen. Es sind theoretisch noch 4 Monate, falls ich es so lange durchziehen sollte.   270: Es ist richtig viel Zeit vergangen. Ich bin schwanger. (Haaaa! News verpasst? Hier habe ich es bekannt gegeben:)) Das hat mich noch einmal schwer ins Nachdenken gebracht ob ich dieses Projekt wirklich fortsetzen möchte. Habe mir dann erst einmal Schwangerschaftskleidung von einer Freundin geliehen. Es fordert mich heraus mich vor meinen Kleiderschrank zu stellen und immer wieder dieselben Teile zu sehen und auch jetzt, wo sich mein Körper ändert, nicht zu wissen was mir passt. …

Woche 34 von #365tageohne

  Ich durfte ein Interview mit Eva führen. Eva hat ihre Masterarbeit über fair Trade Mode geschrieben und herausgefunden, dass die meisten Menschen zwar über Herstellungsbedingungen Bescheid wissen, jedoch trotzdem weiter fast Fashion kaufen. Sie bloggt unter http://the-mysterious-world-of-eve.blogspot.de • Was ist am Erschreckendsten an den Herstellungsbedingungen? Schwierig zu sagen, da dort viele Sachen meiner Meinung nach erschreckend sind. Aber die Tatsache, dass teilweise die Notausgänge verschlossen sind, sodass die Arbeiter im Falle eines Einsturzes wie z.B bei der Rana Plaza oder eines Brandes nicht aus dem Gebäude können, finde ich einfach nur schlimm. • Betrifft es alle gängigen Modeketten? Seit dem letzten Jahr versuchen viele Modeketten auch etwas für die Umwelt zu tun wie z.B. G-Star oder H&M mit der Recycling Woche. Schön und gut, aber die Arbeitsumstände bei der Herstellung bleiben weiterhin bestehen. Daran muss meiner Meinung nach was geändert werden. Ich denke, man kann nicht alle Modeketten ‚über einen Kamm scheren‘, aber die gängigen wie Zara, H&M, Primark und Mango sind eindeutig davon betroffen. • Warum wissen Menschen über diese schrecklichen Herstellungsbedingungen und …

32. Woche von #365tageohne

Ihr Lieben, ich habe mir die ganzen letzten 10 Wochen Notizen gemacht und mir aufgeschrieben wie es mir geht und was passiert ist… aber die Luft war raus. Ich war wirklich lustlos auf dieses Projekt und hätte mir gewünscht, ich hätte es nie begonnen. Gerade im Sommerurlaub war es unendlich schwer, Verzicht zu üben. Ich wollte wieder shoppen und vor allem: Ich will kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn ich mir Schuhe oder etwas für die Kinder kaufe, was nicht secondhand und nicht fair trade ist. Das schlechte Gewissen habe ich vor mir selbst. Ich habe inzwischen zu viel erfahren, zu viel gelesen um das ignorieren zu können. Das ist ehrlich gesagt, keine leichte Bürde. Wir Menschen leben meistens leichter, wenn wir nicht so viel wissen. Das muss man schon mal ehrlich sagen. Oder anders gesagt: Wir leben leichter, wenn wir einfach die Augen verschließen. Wir wollen es nicht wahrhaben, dann können wir so weiter machen wie bisher. Hier ist ein Auszug von den vergangenen Wochen: Tag 158: Ich war heute mit meinem Mann auf …

1. Woche von 56 Wochen

5 Tage sind rum. Hier ein kleiner Abriss wie es mir ergangen ist: 1 Tag vorher: Morgen geht es los. Ich bin aufgeregt. Ich bin mir nicht sicher ob ich das schaffen kann. Leider bin ich sehr schlecht im Verzichten. Wenn ich in den vergangenen Jahren mal versucht habe in der Osterzeit auf Schokolade zu verzichten, hab ich das höchstens einen halben Tag durchgehalten. Oder abends der Verzicht auf Kohlenhydrate: Rekord war 2 Wochen. Man könnte meinen, dass ich kein Stetigkeit und kein Durchhaltevermögen habe, aber das würde ich so nicht unterstreichen. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und wenn ich etwas will, dann ziehe ich das durch. Auf Biegen und Brechen. Mit dem Kopf durch die Wand. Trotzdem: Heute Morgen kam noch ein sehr großes (*räusper) H&M Paket an. (Ja, ich weiß, ich habe auch ein schlechtes Gewissen aufgrund der Herstellungsbedingungen. Seht es mir nach. Ich mag die Kleidung wirklich sehr.) Mein Mann hat dem Postmann aufgemacht und mich dann gefragt: „War das im Ernst der letzte Notkauf?“ Ich schäme mich etwas, aber Ja. …