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Lebenstempo.

Foto von J. Weicker   Der Zug rast an Feldern vorbei. Kühe, Pferde, Häuser, Wälder.. dann Städte voller Menschen. dreckig, laut und mitunter nicht sehr heimelig. So wie diese Welt außerhalb meines Fenster rast, so fühlt sich in den letzten Jahren mein Leben an. Das Lebenstempo ist hoch. Wer mich privat kennt, hat so manches Mal den Kopf geschüttelt und sich gefragt „warum so schnell?“ oder sich Sorgen gemacht „Wird sie das durchhalten?“. Mein Mann ist ebenfalls wie ich ein ehrgeiziger, zielstrebiger Mensch. Wir sind „Macher“ und haben keine Scheu, Entscheidungen zu treffen. Wir stehen zu unseren Fehlern, die manche Fehlentscheidungen hervorgerufen haben, reflektieren uns weitestgehend (unseres Erachtens meistens) gut und rasen weiter. Wir spornen uns an, wir sind unsere Cheerleader, feuern uns an und treiben uns zu Höchstleistungen an. Wir versuchen gleichzeitig, Auszeiten zu schaffen, uns zu erholen und abzuspannen. Wir liegen viele Abende faul auf dem Sofa oder in der Badewanne. Wir genießen unsere Liebe und sind dankbar für unser Leben. Trotzdem. Unser Leben rast vorbei. Es ist schwer, Momente festzuhalten und sie …

Die verlorene Generation

Alles ist möglich, alles ist erlaubt. Keine Begrenzungen, Leben im Überfluss, viele Träume, Bucket lists. Sind Bucket lists die neuen Begrenzungen? Zieldefinierer? Und war ein Leben erfolgreich, wenn man all diese Ziele erfüllt hat? Ich habe das Gefühl, dass unsere Generation entscheidungsunfreudig und unsicher geworden ist. Wir haben erlebt, dass Beziehungen nicht halten, haben Enttäuschungen erlebt, zu viele befristete Arbeitsverträge. Also versuchen wir auch, uns nicht mehr zu binden.Wir haben erlebt, wie schnell „für immer“ zu Ende sein kann, also versuchen wir unabhängig zu sein. Getrennte Konten sogar wenn man Kinder hat. Verständlich. Emanzipiert. Wir leben in einem Zeitalter der Ehevertäge und der Ehen auf Zeit. Wie leben in einem Zeitalter, in dem für uns alles möglich ist. Doch das ist nur scheinbar so. Wir wollen Kinder, Karriere, Festigkeit, Beständigkeit. Und dies erreichen wir nur indem wir ein Stück Spießigkeit in unser Leben lassen. Indem wir uns zusammen reißen und unsere Jobs behalten, auch wenn sie schwierig sind. Indem wir Frustration lernen auszuhalten, durch Versagen stark werden und unsere Lebensziele eisern verfolgen. Wir leben in …

Alltagsimpressionen

einen Kindergeburtstag gerockt Hebraicum geschrieben und vielleicht hoffentlich bestanden zu viele Stunden am Schreibtisch gesessen und gelernt die Prüfung im Spielecafé gefeiert (so machen das Muddis) das erste Mal öffentlich zitiert worden. wo? hier einen zweiten Kindergeburtstag geschafft einen tollen Bio- Plüsch Elch geschenkt bekommen von steiner. den Frühling ins Haus gemalt. Holzblumen verblühen wenigstens nicht:)      

15 Dinge, die sich mit 30 ändern

Aus gegebenem Anlass habe ich eine Liste erstellt, mit 15 Dingen, die sich mit 30 ändern.     Wir können nicht mehr lange feiern gehen. Erst Recht nicht 2 Tage hintereinander. Denn am Tag danach sind wir nicht mehr zu gebrauchen. Erste kleine Fältchen. Die Anti-age Augenpflege ist nicht mehr weit weg. Das Leben vergeht doch schneller als man mit 18 erahnen konnte. Film und Sofa sind tatsächlich ein erfüllendes Abendprogramm. Augen auf bei der Berufswahl! Die überschwänglichen Emotionen weshalb wir uns mit 18 für einen Beruf entschieden haben sind angesichts der Realität weitestgehend verflogen. Wir beschäftigen uns mit gesunder Ernährung, Sport, fair trade, kreativen DIY Projekten und verstehen nicht wie wir wirklich mal Chips, kalte Pizza und Cola zum Frühstück essen konnten Unsere Uhr tickt. Nicht nur bei den Frauen. Wir wollen sesshaft werden. Den Partner/ die Partnerin fürs Leben finden. Der Geschmack von Alkohohl, kaltem Zigarettenrauch, einer durchtanzten Nacht und der fremden Person im Bett nebenan fühlt sich nicht mehr so verwegen an wie früher. Die Kopfschmerzen auch nicht. Spießig sein ist ganz …